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Ein Hoppala, Felder bis zum Horizont und verloren im Wald


27. Tag: Sonntag, 9. Juli

Strecke: Irmelshausen – Rieth – Heldburg – Streudorf – Rottenbach – Weißenbrunn – Coburg

Karte

Streckenlänge: 113 km

Den nahegelegenen Badesee hab ich gestern ausgelassen, dafür habe ich meinen treuen Begleiter gepflegt.
Mein Brompton schnurrt wieder. Vor lauter Tatendrang hab ich den Zimmerschlüssel mit auf die Reise genommen. Hoppala! Morgen hat der Postfuchs was zu tun. Es geht durch ein Meer von Feldern, zwischendurch von scheinbar unbewohnten Dorf-Inseln unterbrochen. Landschaftlich sehr beeindruckend, die weiten Blicke, nur das Rundherum drückt die Laune: An Verpflegung gar nicht zu denken und von oben permanente Dauerbestrahlung, die „gelbe Sau“ ist in Bestform.
Für heute ist noch einmal ein festes Bett eingeplant, Campingplätze sind keine in Reichweite. Sonntag, 20.15 Uhr, seit Wochen wieder einmal „Tatort“ schauen. So war der Plan. Mein Radtourenbegleiter hat in verhindert, im Grenzgebiet zwischen Bayern und Thüringen lässt er mich zum wiederholten Mal im Stich, mitten in den Bergen, mitten im Wald, keine Markierungen, keine Anhaltspunkte. Zufall und Glück bringen mich wieder auf die richtige Spur. Sowohl unterernährt, wie untererfrischt, als auch überhitzt und einfach ganzheitlich am Sand lande ich in Coburg. Schluss, morgen Pause, morgen Bus!