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Figuren-Yoga, ein harter Werktag und eine Routenkorrektur


21. Tag: Sonntag, 08. Juli

Strecke: Parikkala – Imatra – Nuijamaa – Lappeenranta (Karte)

Streckenlänge: 130 km (gesamt 1.758 km)

Das runde Leder ist den Finn_innen relativ gleich, sie sind schon im Finale – im Karaoke-Gesang und in der Engtanzrunde. Während die WM-Gastgeber zu Hause bleiben, steppt im einzigen Pub von Parikkala der Elch!
Die gestrigen Glücksausschüttungen haben sich inzwischen wieder beruhigt und manche Tage sind einfach «gschissn», so wie heute. Ein harter Werktag «9 am to 10 pm» am Rad. Angefangen hat alles sehr entspannt im Skulpturenpark des künstlerischen Außenseiters Veijo Rönkkönen, seine Lieblings-Motive: Selbstporträts in verschiedensten Yogaverrenkungen. Danach durchs finnisch-russische Grenzgebiet. Mit schweren Beinen geht nix weiter. Imatra hat einen trockenen Wasserfall und eine Rennstrecke, wo Menschen mit Maschinen im Kreis fahren und dabei unnötig jede Menge Gummi und Benzin verbrennen. Von der Rennstrecke führt eine einsame Straße wieder ins Grenzgebiet bis zum Niemandsort Nuijamaa. «Nichts» ist ein Hilfsausdruck! Auch der Reisebuchbegleiter führt immer wieder in die Irre. Neuer Plan, Streckenänderung, weg von der Route, rauf nach Lappeenranta um noch irgendetwas Festes und Flüssiges zu bekommen. Und eines ist auch klar, Elche gibt es in Finnland nur auf Verkehrsschildern, das dafür ganz schön häufig. Lappeenranta am Saimaa-See ist auch kein Bringer, austauschbar, modern, unsympathisch. Heute wird das nichts mehr, jetzt schnell noch einen Schlafplatz finden. Zum Einschlafen noch eine Sigi Maron Textzeile: «Schee is des Lebm, is de Oabeit vuabei!»