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Noch mehr Gegend


Tag 6, Mittwoch 15. Juni

Strecke: Nagykánizsa – Surd – Csurgo – Berzence – Babósca – Barcs  (Karte)

Streckenlänge: 91 km 4 h 55 min

Im Südosten nichts Neues. Noch mehr Gegend. Mais rechts, Getreide links und umgekehrt, dazwischen kleine Plantagen und Baumschulen, alle zehn Kilometer ein Dorf. Wenige Autos, wenige Menschen. Die sympathisch kleinen ABC-Märkte liefern die rettenden Erfrischungsgetränke. Ein harter Arbeitstag und der Gegenwind macht es auch nicht leichter. Aber, was am schwersten wiegt, die Liebste hat per Bus/Bahn die Heimreise angetreten. Jetzt kann mich nur noch ein ordentliches Kessel-Gulasch retten.

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Gute Gewinner, gute Verlierer


Tag 5, Dienstag 14. Juni

Strecke: Bajánsenye – Kerkavala – Lenti – Tótfalu – Letenye – Nagykánizsa (Karte)

Streckenlänge: 81 km      Fahrzeit: 4 h 23 min

Um am Anfang des Tages zu beginnen: Viel Landschaft, viele kleine Nester, wenig zu berichten. Letztendlich haben wir Frühschluss in Nagykánizsa gemacht. Punkt 16 Uhr. Um 18 Uhr waren wir unverabredet verabredet im The Clutch Pub. Ländermatch. Euro. Österreich, Ungarn. Nicht gegen wen, sondern gegeneinander. Der Spielausgang ist bekannt. Als gute Verlierer haben wir das Freibier wohlwollend angenommen. Danke den besseren Gewinnern. Und jetzt zur traurigen Nachricht: Meine Liebste steigt morgen in den Bus und sagt nach fast 500 Kilometern, es reicht und Auf Wiedersehen.

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Maria hülf!


Tag 4, Montag 13. Juni

Strecke: Bildein – Szentpéterfa – Moschendorf – Heiligenbrunn – Heiligenkreuz im Lafnitztal – Szentgotthárd – Domanjsevic – Prosenjakovci – Bajánsenye (Karte)

Streckenlänge: 86 km (insges. 917 Höhenmeter)      Fahrzeit: 5 h

Maria von Bildein bitte hülf: Bitte, kein Sauwetter, keine Patschen, keine müden Beine und bitte, bitte einen Schlafplatz (Heute eine Odyssee)! Apropos Bildein. Das Minimal-Dorf liegt auf einer schmalen österreichischen Landzunge mitten in Ungarn und hat maximal viel zu bieten: Einen Grenzerfahrungsweg, ein burgenländisches Geschichte(n) Haus, ein Weinarchiv, ein Wirtshaus, eine Konditorei, eine wunderbare Pension, Uhudler und das großartige Picture-On-Festival. Bildein, ein Tipp! Der Spielverlauf im Länder-Slalom: A – HU – A – HU – SLO – HU. Nach steiguns-und herbergsbedingtem Leidensweg sind wir – Ende gut, Alles gut – in Bajánsenye gelandet. Maria sei Dank.

 

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Up And Downs


Tag 3, Sonntag 12. Juni

Strecke: Sopron – Horitschon – Lutzmannsburg – Köszeg – Bucsu – Felsöcsatar – Bildein (Karte)

Streckenlänge: 94 km Fahrzeit: 5 h 18 min

… den ganzen Tag. Anfänglich mit Sprühregen. Ungarn, Österreich, Ungarn, Österreich, wir haben heute mehrfach die Seiten gewechselt. Eines war immer gleich: Up And Down. Das hat jetzt rein gar nichts mit unserer Stimmungslage zu tun, die ist top! Wir haben unzählige Kleinstortschaften durchmessen, den Regen vor uns hergeschoben oder hinter uns gelassen und letztlich im zauberhaften Bildein Obdach gefunden, bevor die Wolken richtig platzten.

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„Offene Türen“


Tag. 2, Samstag 11. Juni

Strecke: Tadten – Pamhagen – Fertöd – Fertörakos – Mörbisch – Klingenbach – Sopron (Karte)

Streckenlänge: 82 km      Fahrzeit: 4 h 55 min

Immer wieder Schwierigkeiten mit der „Iron Curtain Trail“-Radwegbeschriftung. Besser ohne, weniger Zusatzkilometer! Bei Pamhagen fällt der Eiserne Vorhang mit dem Neusiedlerseeradweg zusammen, der Radweg wird zur Radautobahn. Nach Förterakos, ein neuerlicher Grenzübertritt. In Mörbisch windet sich die Straße durch den Wein zum Denkmal der „Geöffneten Türen“ zur Erinnerung an das Paneuropäische Picknick. Das war 1989 und ein symbolischer Akt der Annäherung zwischen Ungarn (Ost) und Österreich (West). Hunderte ehemalige DDR-Bürger frühstückten nicht und nützten das Schlupfloch in die Freiheit. Heute 2016 steht das Denkmal noch immer und dahinter wieder das Bundesheer, soviel zum Thema „geöffnete Türen“. Auf der Weiterfahrt kam der Regen und zerstörte unsere (meine Liebste begleitet mich die erste Woche) Motivation nach mehr Kilometer. Endstation Sopron.

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Grenzbeobachtungen, Nova Rock & müde Beine


Tag 1: Freitag 10. Juni

Strecke: Wien – Hainburg – Bratislava – Kittsee – Nickelsdorf – Tadten (Karte)

Streckenlänge: 124 km     Fahrzeit: 9 Stunden

Tourstart 7:45. Abgesehen von der Donauinsel gleicht die Strecke Wien  – Hainburg einer Fahrt auf dem Home-Trainer, die Pedale werden getreten, die Umgebung bleibt unverändert.  Bratislava bietet das gewohnte Schmuckpanorama: Donau, Burg und Ufobrücke. Wieder auf der österreichischen Seite, südlich von Kittsee, eine Miltärstreife genießt den Ausblick von einer Vogelbeobachtungswarte. Illegale Graugänse? Weitere Militärbewegungen folgen. Ein anderes Störmanöver ist das gerade stattfindende Nova Rock in Nickelsdorf, samt gesperrten Radwegen. Das verschlafene Dorf Tadten wird auch nächtens militärisch bewacht.  Na dann, Gute Nacht.

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Iron Curtain Trail


Rund dreißig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begibt sich der Wiener Fotograf MARIO LANG mit seinem Faltrad auf eine Spurensuche, die ihn quer durch Europa führt. Er wird für uns von seiner Reise hier regelmäßig BLOGGEN!

Am 10. Juni geht es von Wien los und führt ihn in der ersten Etappe bis ans Schwarze Meer!


Zeit- und Streckenplan 2016-2018

• 2016 Wien – Istanbul

• 2016 St. Petersburg – Riga

• 2017 Kirkenes – Helsinki 

• 2017 Danzig – Swinemünde

• 2018 Travemünde – Bratislava


Zwei Teilstrecken wurden bereits 2015 abgefahren:

• Travemünde – Swinemünde

• Danzig – Riga

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Meine Ausrüstung


Weniger ist mehr, vor allem auf Radreisen. Auf meiner Reise entlang des Eisernen Vorhangs von Wien bis nach Istanbul (1. Etappe) begleiten mich mein Brompton Faltrad, meine Panasonic Lumix und meine Brompton Radtasche. Die Tasche sitzt vorne unterm Lenker und ist minimal bestückt. Die schwersten Trümmer sind das Radwerkzeug und die technischen Zusatzgeräte (Akkus, Ladegeräte, Kabelsalat). Auch kleidungsmäßig findet nur das Notwendigste seinen Weg ins Reisegepäck, auf jeden Fall aber eine Tube Handwaschmittel. Geschlafen wird in kleinen Pensionen, gegessen in lokalen Wirtshäusern und geradelt die nächsten sechs Wochen.

 

Fahrrad und Zubehör:

– Brompton Faltrad sechs Gänge

– Schwalbe-Reifen


Kamera und Zubehör:

– Panasonic Lumix GF1

– Panasonic Lumix 1:1,7/20 ASPH.

– Mini-Stativ

– i-Pad Mini