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Schrippe versus Semmel, Wiener- trifft Berliner Küche


Freitag 16. Dezember

Heute keine Curry-Wurst, heute ist Kochtag, ein Wiener Klassiker soll Berlin erobern. Das Wiener Gulasch. Klingt auf Anhieb vielleicht nicht wirklich knackig, aber ein richtig gutes (nicht gestrecktes) Wiener Saftgulasch ist auch in Wiener Wirtshäusern inzwischen schon eine Seltenheit.
Am wichtigsten sind das richtige Fleisch und viel Zeit. Und wie erklärt man „Wodschunken“ einem Berliner Metzger? Die Zwiebel (gleiche Menge wie Fleisch) sehr fein, würfelig schneiden. Die Augen tränen. Beim „Kochachterl“ werden die Wien-Berliner Koch- und Essgewohnheiten verglichen. Sprachlich gibt es da schon mal einige Missverständnisse: Schrippe – Semmel, Boulette – Fleischlaberl, Broiler – Grillhendl, Bockwurst – Knacker, Eierkuchen – Palatschinken, Klöße – Knödel, Wiener-Würstchen – Frankfurter, …
Während das Gulasch köchelt steht noch ein Treffen mit dem Vater des Berliner Mauerradweges, sowie des Eisernen Vorhang Radweges, Michael Cramer am Programm. Davon morgen mehr. Am Weg dorthin gibt es eine Wettfahrt: BVG (Berliner-Verkehrsbetriebe) gegen Brompton (Faltrad). Die Strecke Prenzlauer Allee bis Potsdamer Platz. Nur kurz: die Bestzeit geht an das Brompton samt Fahrer, die BVG-Fahrerin trifft 15 Minuten später ein.
Inzwischen ist das Gulasch tellerfertig. Die Mägen knurren. Stößchen und Mahlzeit!