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Familienzusammenführung, die Tara lockt und ein unfreiwilliges Bad


Eine montenegrinische Reise
Donnerstag, 21. September

Strecke: Žabljak – Đurđevića-Tara-Brücke – Dobrilovina – Mojkovac – Dobrilovina

Eine lange Regennacht ist gut überstanden, campen hält frisch. Heute steht nur eine Kurzstrecke auf dem Programm, runter von den Bergen zum Tara-Canyon. Im Rafting-Camp Kapija Kanjona (www.kapijakanjona.com) kommt es zu einer Familienzusammenführung, die Kinder (auch in der Gegend unterwegs) haben uns das Traumplatzerl an der Tara empfohlen. Reisen ist ein Kommen und Gehen, die Jugend zieht weiter Richtung Norden, die Alten bleiben. Im Vorfeld wir noch Wiedersehen und gleichzeitig Abschied gefeiert – landesüblich mit Šljivovica. Eine einsame Straße führt gegen den Strom Richtung Mojkovac, die Tara hält sich meist in der Tiefe verborgen, nur selten gestattet sie einen Blick auf ihren Verlauf. Das Vorhaben einen Frisch-Fisch zu fangen ist noch immer nicht abgehakt. Nächster Versuch. Vom Camp aus führt ein verschlungener Pfad durch den Wald runter zum Fluss. Ein Traumplatzerl gibt Hoffnung. Wobei, die andere Fluss-Seite ist immer die schönere. Gedacht. Getan. Hose aufgekrempelt und rüber. Wasser ist das beste Vergrößerungsglas, seicht ist nur der Blick, schon steht mir der Fluss bis zur Brust. Eiskalt. Flüche verhallen im Flussrauschen. Abbruch.