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Früh ins Bett, verspäteter Tagesbeginn und der Highway nach Hellersdorf


10. Tag: Mittwoch, 20. Dezember

Berlin

Das Theaterstück war großartig und musste ausführlich nachbesprochen werden … und immer diese, noch offenen Lokale am Heimweg!
Der heutige Tag startet etwas verspätet. Vorwärts Öffis! Die Berliner Verkehrsbetriebe haben immer flotte Sprüche parat: „i’m on the HIGHWAY TO HELLersdorf!“ Gesagt, getan. Straßenbahn M6, Start Alexanderplatz, Endstation Hellersdorf/Riesaer Straße. In der „Hellersdorfer Perle“ werden bei einem Berliner Pils die Gedanken geordnet: Ab dem Eintritt in den Stadtbezirk Lichtenberg nimmt der Coolness-Faktor mit jeder gefahrenen Station rapide ab, drinnen in der Tram, sowie draußen auf der Straße. Ab Marzahn reiht sich (Platten-) Schlafburg an (Platten-) Schlafburg, dazwischen vereinzelte Shopping-Monster. Der Sprachwitz – Hell auf Hellersdorf – funktioniert. Die hippe Mauer-Hauptstadt ist in weite Ferne gerückt. Hier kann man nicht wohnen wollen. Liebe Straßenbahn, einmal retour – bitte!
In einer Kneipe im Prenzlauer Berg wartet inzwischen der Musiker, Entertainer, DJ und Weltreisende Iron Henning. Ein letztes Interview, ein letztes Abendprogramm, eine letzte Nacht im gemachten Bett, morgen warten wieder Zelt und Schlafsack.