Straßenhund liegt gemütlich am Boden

Straßenhunde, Kopfschütteln und die Freudenspender


23. Tag, Sonntag 3. Juli

Strecke: Kardzali – Moncilgrad – Krumovgrad – Ivajlovgrad (Karte)

Streckenlänge: 105 km (davon 59 km/Rad)      Fahrzeit: 5 h 2 min (davon 3 h 42 min/Rad)

Kardzali versprüht das Flair einer großen Stadt. Auffallend viele Glücksspieltempel und am Busbahnhof spielt es sich ab. Auf zwei und auf vier Beinen. Straßenhunde überall. Harmlos, arm, dankbar und immer hungrig. Ein Hundeleben.
Immer noch verwirrend, das Kopfschütteln der Menschen. Horizontales Schütteln bedeutet „Ja“, vertikales Schütteln „Nein“. Genau andersrum. Trotz des Bescheidwissens darüber kommt es immer wieder zu Verwirrungen. Verflixt.
Es scheint als nehmen in Bulgarien die Berge kein Ende. Kaum ist der Eine überwunden, baut sich bereits der Nächste auf. Mit ein Grund um bis Krumovgrad noch einmal auf die Vorteile eines Mini-Busses zu setzten. Den Letzten, ab sofort ist wieder Schluss mit Bus! Es kommt wie es kommen muss, eine Fleckerlteppich-Asphalt-Straße schraubt sich in die Höhen. Kehre um Kehre. Rundherum Landschaft. Wälder, Felder, Teiche, sonst nichts. Die Dörfer liegen rechts und links abgelegen verstreut. Auf dem ganzen Weg bis Ivajlovgrad keine einzige Trink-Tankstelle. Nein, das stimmt so auch nicht. Entlang der ganzen Strecke befinden sich Trinkbrunnen mit Hinweistafeln angekündigt. Schwer notwendig. Was für eine Freude! Und irgendwann nach der Halbzeit geht es dann auch  wieder bergab. Ivajlovgrad liegt mitten in der Pampa und wirkt ein wenig verschlafen. Auch gut. Morgen geht es über die griechische Grenze.

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Meine Ausrüstung


Weniger ist mehr, vor allem auf Radreisen. Auf meiner Reise entlang des Eisernen Vorhangs von Wien bis nach Istanbul (1. Etappe) begleiten mich mein Brompton Faltrad, meine Panasonic Lumix und meine Brompton Radtasche. Die Tasche sitzt vorne unterm Lenker und ist minimal bestückt. Die schwersten Trümmer sind das Radwerkzeug und die technischen Zusatzgeräte (Akkus, Ladegeräte, Kabelsalat). Auch kleidungsmäßig findet nur das Notwendigste seinen Weg ins Reisegepäck, auf jeden Fall aber eine Tube Handwaschmittel. Geschlafen wird in kleinen Pensionen, gegessen in lokalen Wirtshäusern und geradelt die nächsten sechs Wochen.

 

Fahrrad und Zubehör:

– Brompton Faltrad sechs Gänge

– Schwalbe-Reifen


Kamera und Zubehör:

– Panasonic Lumix GF1

– Panasonic Lumix 1:1,7/20 ASPH.

– Mini-Stativ

– i-Pad Mini


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Iron Curtain Trail


Rund dreißig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begibt sich der Wiener Fotograf MARIO LANG mit seinem Faltrad auf eine Spurensuche, die ihn quer durch Europa führt. Er wird für uns von seiner Reise hier regelmäßig BLOGGEN!

Am 10. Juni geht es von Wien los und führt ihn in der ersten Etappe bis ans Schwarze Meer!


Zeit- und Streckenplan 2016-2018

• 2016 Wien – Istanbul

• 2016 St. Petersburg – Riga

• 2017 Kirkenes – Helsinki 

• 2017 Danzig – Swinemünde

• 2018 Travemünde – Bratislava


Zwei Teilstrecken wurden bereits 2015 abgefahren:

• Travemünde – Swinemünde

• Danzig – Riga