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Ein Rad-Wandertag, Daumen raus und zwei Mal gerettet


26. Tag: Samstag, 8. Juli

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Strecke: Geisa – Tann – Batten – Frankenheim – Fladungen –Weimarschmieden –Henneberg – Irmelshausen

Streckenlänge: 88 km

Der „Point Alpha“ hat uns an einem Tisch zusammengeführt. Roland Schüler aus Gera (ehemals DDR) lebt heute in Hessen. Er ist nach Geisa gekommen das Grenzmuseum zu besuchen, um in den ganzen Wahnsinn noch einmal einzutauchen. Es sind die Geschichten, die diese Reise lebendig machen. Eine davon hat Roland Schüler, geboren an einem 9. November, beigesteuert. Die Tante seiner Frau hatte zu ihrem 50sten Geburtstag geladen, nach Lüneburg nahe Hamburg. Roland Schüler und seine Frau hatten schon alle Ausreisepapiere, ihre Kinder mussten in Gera „als Pfand“ zurückbleiben. Im Pass war eine Fahrt mit der Bahn eingetragen, aber Roland wollte mit seinem Trabi fahren, auf den er zehn Jahre gewartet hat. „Das System lag schon in den letzten Zügen, viele DDR-Bürger verließen über die CSSR das Land, ich wollte ja wieder zurückkommen, so bin ich über die Tschechoslowakei (CSSR) gefahren, den Kofferraum voll Benzin, weil so ein Trabi-Tank nur 25 Liter fasst. Wenn ich mir das heute überlege, wir waren eine fahrende Bombe!“ Am 9. November 1989 in der Früh ist er losgefahren, da war noch keine Rede von Maueröffnung, die hat er Stunden später, schon im Westen, aus dem Autoradio mitbekommen. „Was soll ich sagen, ich konnte es nicht glauben!“
Die ersten Kilometer entlang der Ulster waren eine wahre Freude, bis Batten, dann begann ein Radwandertag mit dem Ziel Frankenheim, auf 750 Meter, der höchstgelegene Ort Thüringens. Eine knappe Stunde schieben reicht, bei der einzigen zu querenden Landesstraße war Schluss – Daumen raus! Eine Frankenbergerin hat sich meiner erbarmt. Erste Rettung. Kurzes Glück. Nächstes Problem war die Versorgungslage, flüssig sowie fest. Das Wirtshaus in der Kleinstadt Fladungen hat dicht gemacht, das Kiosk macht gerade Urlaub. Weiter geht die Reise. In Weimarschmieden, inzwischen bin ich schon in Bayern dicht an der ehemaligen Grenze, einem Ort wo sich Fuchs und Henne „Gute Nacht sagen“, erscheint aus dem Nichts das Gasthaus „Zur Weimarschmiede“. Claudia Amrhein-Honndorf ist vor 15 Jahren hierhergezogen – „Das Haus hat mit mir gesprochen“ – und betreibt seitdem ein Gasthaus mit Gästezimmern. Frische, flexible, hausgemachte Küche – großartig! Zweite Rettung.
Der restliche Weg zum Ziel, mehr Pflicht als Kür, führt durch die Pampa bis Irmelshausen. Unterwegs Dörfer mit klingenden Namen wie Henneberg oder Einödhausen. Schluss jetzt, mein Rad krächzt nach einer Wartung.

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Gut Holz, sozialistische Qualitätsarbeit und Würzfleisch in der Geisschenke


25. Tag: Freitag, 7. Juli

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Strecke: Eschwege – Wanfried – Creuzburg – Lauchröden – Gerstungen – Vacha – Geisa

Streckenlänge: 114 km

„Ein dreifach – Gut Holz“, die Männerrunde tut wie befohlen – „Gut Holz, Gut Holz, Gut Holz!“ Der Stammtisch vom Sägeverein? Wie auch immer, am Nachbartisch wird die ganze Weltgeschichte aufgearbeitet, so wie die Deutsche, als auch die Deutsch-Deutsche.
Vor einem Kleingarten fotografiere ich ein „Simson“-Moped, der Besitzer ist sichtlich stolz auf sein DDR-Gefährt, mit auf’s Bild will er trotzdem nicht. „Baujahr ’89, letzte Serie, besser als jedes West-Moped!“ Die Simson-Zweiräder wurden seinerzeit in den VEB-Werken Suhl hergestellt. „Vier Gänge, Maximalgeschwindigkeit 60 km/h und kein Schnickschnack, alles kannst du dir selber reparieren“, schwärmt der Besitzer von guter alter sozialistischer Qualitätsarbeit. 40.000 Kilometer haben die beiden bereits verbrannt, in zwei Jahren feiern sie ihren gemeinsamen 30er, der zusammenfällt mit dem 30er der Ost-Öffnung.
Ansonsten keine gravierenden Neuigkeiten. Die Werra begleitet mich heute fast den ganzen Tag, Mal schüchtern versteckt, dann zeigt sie sich wieder freizügig, rundherum bewaldete Berglandschaft. Gut ausgebaute Radwege sorgen für ein reibungsloses Vorankommen. Die Krönung kommt zu später Stunde, die „Geisschänke“ in Geisa gibt Quartier und Kost: Steak mit Würzfleisch und Käse überbacken, ganz wichtig dazu, Worcester Sauce nach Dresdner Art – ich bin satt und glücklich!

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Durch die bucklige Welt, eine Fluchtgeschichte und Muskelschwund


24. Tag: Donnerstag, 6. Juli

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Strecke: Walkenried – Limingerode – Brochthausen – Duderstadt – SIemerode – Heilbad Heiligenstadt – Bad Sooden-Allendorf – Eschwege

Streckenlänge: 121 km

Der bergige Harz liegt hinter mir, auf verschlungenen Wegen geht es durch die bucklige Welt von Niedersachsen (West) und Thüringen (Ost). Auf jede Abfahrt, folgt unweigerlich die nächste Steigung. Die Bilder wiederholen sich: Felder, Dörfer, mehrmaliges Durchschneiden der ehemaligen Zonengrenze, Erinnerungssteine, Loch-Plattenwege, … Einzig die Versorgungslage hat sich gebessert. Zum Thema Bilder: Radfahren und fotografieren schließen sich praktisch aus – Rhythmus da, kein Foto, Foto da, Rhythmus weg!
Beim Frühstück in Duderstadt bekomme ich eine Fluchtgeschichte aus erster Hand mitserviert. Siegfried Rothensee aus Brehme war 16, als Freunde sich „für längere Zeit“ von ihm verabschiedeten. „Nicht ohne mich“, entschied er sich spontan zur Flucht. Es war ein Sonntag, Siegfried steckte im festtäglichen Anzug mit weißem Hemd. Bei Ecklingerode wählten die Drei den Weg durchs Moor, „weil da die Minen nicht griffen“. Beim Forsthaus „Rothe Warte“ waren sind sie dann „drüben“, Siegfried in seinem verdreckten Sonntagsanzug. Eine Taxifahrerin sammelte die Burschen ein. Sein Bruder Karl-Heinz hatte zuvor weniger Glück, für versuchte „Republikflucht“ ging er drei Jahre nach Bautzen in den Knast. Heute lebt Siegfried Rothensee wieder im „Osten“, in Teistungen, nahe der ehemaligen Grenze, wenige Kilometer entfernt von Duderstadt.
Ein bis dato nicht eingewechselter Big-Player ist heute wieder mit im Spiel: Die „gelbe Sau“ (Anm. Sonne) – lange hab ich auf sie gewartet – gibt heute alles. Die Muskeln sind verhärtet, die Luft ist da, die Kraft ist weg. Immer öfter wird das Rad geschoben statt gefahren. Eine kurze Mitfahrgelegenheit lässt mich wieder zu Kräften kommen und auf den letzten Kilometern nimmt mich der Fluss Werra an der Hand und bringt mich sicher zum heutigen Schlafplatz.

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Ärger mit dem Radbuchbegleiter, heute Schmalspur-Tourist und schieben auf der Platte


23. Tag: Mittwoch, 5. Juli

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Strecke: Hornburg – Ilsenburg – Wernigerrode – Drei Annen Hohne – Brocken – Elend – Benneckenstein – Hohegeiß – Walkenried

Streckenlänge: 98 km

Der Campingplatz von Hornburg ist zwar geschlossen, aber die Sanitärräume sind zum Glück geöffnet. Mein Radbuchbegleiter kostet mich die letzten Nerven. Irreführende Wegbeschreibungen machen kurze Distanzen zu Expeditionen. Vor mir liegt das Naturerholungsgebiet Harz. Wer hat hier Berge aufgestellt? In diesem Fall wird auf Mixed-Vehicles umgestellt. Die mit Dampflok betriebene Harzer Schmalspur-Bahn (auch Brockenbahn genannt) ist gut besucht und führt auf 1.125 Meter über dem Meer. Der Brocken macht seinem Namen alle Ehre und schaut auch so aus. An dieser Stelle Grüße an meine Rad-Berg-Ziegen-Freunde – Gottfried, Rudi, Reinhold und Uwe. Ich mache auf Schmalspur-Tourist und spare mir die Plagen. Bei der Abfahrt bin ich wieder mit dabei, meine Plagen kommen noch. Bei Sorge nehme ich den Wald- und Wiesenweg zum Freiland-Grenzmuseum. Die Lochplatten des Kolonnenwegs quälen und die Steigungen über den Sorgener Berg sind nicht zum „Derfahren“, also schieben über mehrere Kilometer. Jeder Tag hat neue Schmankerln auf Lager. Als Belohnung gibt es zum Tagesabschluss noch eine asphaltierte Abfahrt bis zum Zeltplatz.

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Halbzeit, neue „Grenzerfahrungen“ und Danksagungen


22. Tag: Dienstag, 4. Juli

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Strecke: Oebisfelde – Marienborn – Hötensleben – Bahnhof Jerxheim – Veltheim – Hornburg

Streckenlänge: 92 km

Gestern war Halbzeit, heute beginnt die zweite Hälfte. 2.055 Kilometer sind abgeradelt, für Kurzstrecken wurden Mitfahrgelegenheiten, Bus und Bahn in Anspruch genommen. Mit vier (Lettland, Litauen, Russland, Polen) von acht Ländern bin ich durch, zurzeit stecke ich mitten in Deutschland. In den 21 Tagen wurde 1 x wild gezeltet, 13 x wurde das Ein-Mann-Haus auf Campingplätzen aufgebaut und 7 x wurde auf ein gemachtes Bett zurückgegriffen. Nur mit meinen körperlichen Kräften bin ich schon in der „Rapid-Viertelstunde“ angelangt. Aber aufgegeben wird ein Brief!
Viele neue „Grenzerfahrungen“ am heutigen Tag: Sehr viel Stille, die Gedankenküche kocht wie blöd. Die Grenzübergangsstelle Marienborn. Die auf einer Länge von einem Kilometer noch erhaltene Grenzanlage von Hötensleben. Viele leblose Dörfer ohne irgendeine Art von Infrastruktur, kein Mini-Markt, kein Wirtshaus, nichts, dafür ein Bankomat, aber keine Läden. Ich brauche mein Erfrischungsgetränk, verdammte Scheiße! „Ritchys Grill“ am Bahnhof Jerxheim hat mich erlöst – danke dafür! Der Campingplatz in Hornburg hat dicht gemacht, trotzdem darf ich mein Haus aufbauen – ebenfalls danke!
Apropos danke, danke an: meine Liebste für Alles, Lili für’s Management mit Herz, meinem Brompton-Betreuer Dominik von der cooperative fahrrad (http://www.fahrrad.co.at), meinen Campingausstattern Robert und Mirijam von Treksport (https://www.treksport.com), meinem Reifenausstatter Schwalbe (https://www.schwalbe.com/de/start.html) für das Fahren ohne „Platten“ und vor allem Euch für’s Bloglesen, Mitfiebern und all die guten Wünsche – Tausend Dank!

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Der Grenze entlang, unharmonische Streckenbeschreibungen und schwindende Kräfte


21. Tag: Montag, 3. Juli

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Strecke: Arendsee – Schrampe – Salzwedel – Henningen – Diesdorf – Brome – Jahrstedt – Oebisfelde

Streckenlänge: 118 km

Im Osten sind die Campingplätze eindeutig gemütlicher. In der Früh gibt`s einen Bäcker mit frischen „Brötchen“, also Semmeln, und es gibt auch eine Camping-Kneipe mit fester und flüssiger Nahrung. Wie jede normale Kneipe hat auch diese eine Plaudertasche, die habe ich mir eingetreten.
Der Arendsee liegt im Nirgendwo, im letzten Winkel von Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Niedersachsen. Zu DDR-Zeiten war schwimmen nur bis zur Mitte des Sees erlaubt und die Ausfallsstraßen Richtung Grenze waren Sperrgebiet.
Es geht die Grenze entlang, immer geradeaus und schon ist es wieder da, dieses „Heimtrainergefühl“, die Räder rollen, die Gegend bleibt gleich: Felder, Bäume, Felder, Bäume, … Irgendwann lande ich in Salzwedel, ungewollt und unschuldig. Der Radroutenerklärer und die offizielle Beschilderung harmonieren überhaupt nicht! Und das nicht zum ersten Mal. Der „Eurovelo 13“ ist so gut wie gar nicht ausgeschildert, er überschneidet sich teilweise mit dem Elbe- oder dem Grünen-Band-Radweg, aber eben immer anders und nicht markiert. Salzwedel, auch gut, da hat schon das einzigartige Stimmgewitter (Anm. Chor der Wiener Obdachlosezeitung Augustin) gastiert, seinerzeit. Ich schnitze mir meine eigene Route. Viel Landschaft, schlafende Dörfer ohne Menschen und ohne Infrastruktur, kein Wirtshaus, kein Greißler. Im Finish geht es durch das Naturschutzgebiet Moorland Drömling. Wettermäßig ist heute alles im sonnigen Bereich, alles ist wieder trocken, nur ich bin am Sand – zur Halbzeit geht mir die Luft aus. Heute gibt es wieder ein Bett mit Gestell und Matratze.

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Regen auf allen Wegen, gruselige Grenzanlagen und ein Hoch auf Hannah und Glocki


19. Tag: Samstag, 1. Juli

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Strecke: Römnitz – Schlagsdorf – Zarrentin – Schwanheide – Bleckede – Alt Garge

Streckenlänge: 120 km

Socken, Kapuzenjacke, Schuhe alles noch nass, gehen wie in einer Badewanne. Dafür hab ich geschlafen wie ein Kleinkind, mein Schlafsack ist ein Wärmekraftwerk!
„Regen, Regen auf allen Wegen, Regen macht uns Spaß, er macht uns alle nass“ – Sehr lustig! – ein Song der bezaubernden Lassie Singers ist mein Ohrwurm des Tages. Einige Male wechsle ich die ehemalige Deutsch-Deutsche Grenze. Einige DDR-Wachtürme stehen noch, Freilichtmuseen zeigen ganze Grenzanlagen, mit Metallgitterzaun, Todesstreifen, KFZ-Sperrgräben, Betonsperrmauer. Noch immer sehr bedrohlich. Es drängen sich beängstigende Gedanken auf: Flucht, ohne nichts, nur das nackte Leben und das ist gefährdet … Demütig, im Bewusstsein meines Luxuslebens, trete ich weiter. Viele Felder, viele Seen, viel unberührtes Land, vom Unwetter ertränkte Waldwege auf dem Weg bis zur Elbe. Die Natur hat sich den einstigen Grenzstreifen zurückerobert, Rehe springen, Hasen schlagen Haken, jede Menge Federvieh, ein Paradies der Tiere. Ansonsten zieht die Umgebung peripher vorbei, die Regenkapuze sorgt für einen Tunnelblick. Der Regen bleibt konstant.
Zu was Erfreulicherem, zu Hause geben sich gerade Hannah und Glocki, zwei ganz liebe Freund_innen, das „Ja-Wort“. Es kommt zusammen was zusammengehört. Auf diesem Wege alles Gute!
Trotz aller widrigen Umstände, mein ganzes Gewand ist eingeweikt und mein Rad quietscht nach einem Kettenservice, wird das heutige Tagesziel übererfüllt. Und irgendwer hat das Wasser abgedreht, so kann das noch immer nasse Zelt ein wenig auftrocknen. Jetzt müssen nur noch die Schuhe mit Zeitung ausgestopft werden und möge der Hahn morgen zubleiben!

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Schlechtes Omen, Kulturraub und schon wieder waschelnass


18. Tag: Freitag, 30. Juni

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Strecke: Wismar – Lübeck – Groß Sarau – Ratzenburg – Römnitz

Streckenlänge: 119 km

Der Himmel hat sich immer noch nicht beruhigt. Die „Pension am Wasserturm“, mein Bettgeber der letzten Nacht, war vielleicht ein schlechtes Omen. Dauerregen! In Berlin stehen die U-Bahn-Stationen unter Wasser und in Tegel lernen die Flugzeuge schwimmen. Wetterbesserung ist nicht in Sicht, alles rinnt! Ostsee Adieu. Die Strecke Wismar – Lübeck bin ich schon getreten, darum nehme ich den Zug. Lübeck, Weltkulturerbe hin oder her, ist nicht mein Fall und schon gar nicht will ich über 60 Euro für ein Bett berappen. Und warum werden in der Wessi-Stadt Lübeck die Fußgänger-Ampeln mit Ampelmännchen geregelt – eindeutig ein Kulturdiebstahl. Ich will weiter. Die Regenhaut aus den 70ern ist eigentlich mehr Zierde als Schutz und so komme ich wieder einmal waschelnass ans Tagesziel, Römnitz am Ratzeburger See. Bei strömenden Regen wird das Zelt aufgebaut und die einzige glückliche Fügung des heutigen Tages, es gibt ein Wirtshaus nebenan. Das Lied zum Tag: Rudi Carell (wer ihn noch kennt) mit „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“. So, ich mach jetzt das Licht aus, der/die Letzte dreht das Wasser ab.