Ein Haus, ein Bett und vier Mal Untergatte


1. Tag: Sonntag, 14. Juli

Strecke: Wien – Dublin – Belfast (Flug/Bus)

Anreisetag ist ungleich Freudentag: Flughafen, Rad falten, in einer Kiste verstauen, ebenfalls alle «gefährlichen» Gegenstände wie Essbesteck, Fahrradwerkzeug, Zelt-Heringe, … So ein Hering zwischen den Rippen kann tödlich sein! Also, rein in die Aufgabe-Kiste. Alles andere wie Bett, Gewand, Hygieneartikel, Hi-Tech-Allerlei (Kamera, I-Pad, Kabelsalat, …) müssen ins Handgepäck! Weniger ist mehr ist das große Geheimnis der Packkunst und fast nix ist am meisten!
Ist die erste Hürde überwunden, verspätet sich der Abflug, die Luft im Flugvogel ist nicht besser als die in der U6 und die Erfrischungsgetränke sind überteuert! Auch dieser Kelch (Anm. Ärger) wird vorübergehen. Beim Landeanflug zarte Anflüge eines Glücksgefühls. Halbzeitpause. Brompton abholen, Busstation suchen, Sitzplatz erkämpfen. Das allerletzte Ticket Richtung Belfast wird mein Eigen! Hälfte Zwei. Kein Platz, die Radtasche ruht auf meinem Schoß, Bewegungen sind unmöglich. Meine innere Ruhe ist beängstigend! Die vorbeifliegende Landschaft ist in erster Linie grün, grün in allen Schattierungen. Den Grenzübertritt nach Nordirland hab ich verschlafen, farblich hat sich nichts verändert. Am Horizont warten Belfast, ein Bett, ein Burger und ein Erfrischungsgetränk – Cheers!

PS.: österreichisch-deutsch: Untergatte-Schlüpfer