Vom Nordbahnviertel nach Lwiw
1.Tag: Freitag, 19. September 2025
Strecke: Lembergstraße, 1020 Wien – Gänserndorf – Angern a. d. March (A) –Záhorská Ves (SK) – Malacky – Kuchyňa
Streckenlänge: 82 km
Bei Kaiserwetter finden sich Fahrer und Bobo-Porsche am Praterstern ein. Dicht unter der hochfahrenden Schnellbahn versteckt sich die Lembergstraße im schicken Nordbahnviertel. Von hier aus geht die Reise in die gleichnamige Stadt, das heutige Lwiw in der Westukraine.
Die Stadtausfahrt führt größtenteils auf Radwegen zuerst über den großen Schdrom, durch Transdanubien, vorbei an der Seestadt Richtung Nordosten. In der Prärie von Wien findet sich noch Platz um zwei außergewöhnlichen Frauen eine Mini-Straße zu widmen. Die Kaffeehauslegende Josefine Hawelka und die Tiermutti der Nation Edith Klinger sind der Stadt gerade einmal ein „Weg(erl)“ wert.
Weiter geht es durch die unendlichen Weiten der Region Marchfeld wo auf den Feldern das heimische Tiefkühlgemüse geerntet wird. Der Kukuruz ist größtenteils schon abgeerntet, auf der Erde kugelt noch der Zwiebel. Später, kurz vor der Staatsgrenze, folgt auf das Gemüse das Obst und die ersten Weinberge drängen sich ins Blickfeld. Bei Angern an der March wird der ehemalig undurchdringliche „Eiserne Vorhang“ per Autofähre über die March durchschnitten. Am anderen Ufer lockt die Slowakei mit Bierpreisen wie vor 30 Jahren, ein Stop auf ein Erfrischungsgetränk ist unausweichlich. Auf die heimische folgt die slowakische Landwirtschaft und hinter Malacky tragen Menschen Körbe voller Schwammerl aus den Wäldern.
Schön langsam wird der Körper müde, der Wille eilt zur Hilfe und treibt das Gespann zum angepeilten Campingplatz nahe Kuchyňa.