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Bela Crkva Baba, quer durch die Vojvodina und Sonnenuntergang in Apatin


Eine serbische Reise
Donnerstag, 28. September

Strecke: Bela Crkva – Vršac – Zernjanin – Vrbas – Apatin

Ein letztes ausuferndes Frühstück mit Alkesandar und Djurdjina samt Fotoshooting – Baba! – dann beginnt Teil eins der Rückreise quer durch die Vojvodina: Felder, Dörfer, tote Tiere platt am Asphalt. Nach einer zehrenden Halbtagestour erreichen wir noch rechtzeitig den Sonnenuntergang in Apatin an der Donau. Jetzt gibt’s fremdgefangenen Fisch.

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Ein weiteres Mal Fischen ohne Fisch, Weinstraße rund um Vršac und Freundschaftspflege


Eine serbische Reise
Mittwoch, 27. September

Strecke: Bela Crkva – Vršac – Veliko Središte – Bela Crkva

Meine Misserfolge einen Frisch-Fisch aus dem Wasser zu ziehen gehen in die Verlängerung. Bis auf einen Ausflug nach Vršac und in die umliegende Weinregion ist heute ein Ruhetag. Ein ausgedehntes Frühstück am See – wir haben wieder neue Freunde gefunden, Alkesandar und Djurdjina aus Futog an der Donau nahe Novi Sad – einen Stadtbummel in Vršac und eine Spazierfahrt durch die Weinstraße an den Hängen der Karparten. Mitten im Wein und keine offene Kellertür! Knapp vor der Aufgabe öffnen sich in Veliko Središte, kurz vor der rumänischen Grenze dann doch noch die Pforten eines Weinbauern (www.vinarijasocanski.rs). Im Angebot: Rajnski Rizling, Pinot Blanc, Rosé Muskat Hamburg, Tempo Rubato Frankova – alle überaus trinkbar. Auf der Abendkarte im Camping Oaza steht dann wieder Jelen-Pivo und die frisch geschlossene Freunschaft wird bis in die frühen Morgenstunden vertieft.

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Eine Ruine wird zur Burg, ein vergessenes Dorf und Schlafen am See


Eine serbische Reise
Dienstag, 26. September

Strecke: Golubac – Vinci – Veliko Gradište – Srebrno Jezero – Ram – Bela Crkva

In Golubac laufen die Uhren noch nach der alten Zeit. Eine langgezogene Promenade, die Donau breitet sich aus zum See, Straßenhunde flanieren und alles im verlangsamten Tempo. Unverständlich und gleichzeitig begrüßenswert, die Tourismus-Maschinerie hat sich hier noch nicht breit gemacht. Unser «Kummerl-Hotel» aus der jugoslawischen Ära ist stark abgewohnt und genau das macht es so liebenswert. Allein auf der Terrasse genießen wir unser Frühstück (доручак/doručak) mit Blick auf die weitläufige Donau und die Festung Golubac am Eingang des
Đerdap Nationalpark. Am anderen Ufer schimmert Rumänien.
Die ehemalige Festungsruine ist gerade «unter Konstruktion» und wird zur schicken Burg ausgebaut. Der ungesichterte Abenteuerspielplatz ist Geschichte. Auch die spektakulär engen und unbeleuchteten Durchfahrtstunnel sind gesperrt und durch einen neuen breiteren ersetzt worden. Mehr Sicherheit, weniger Nervenkitzel.
Vinci an der Donau ein vergessenes Dorf, wenig später am Srebrno Jezero («Silbersee») entsteht gerade ein touristischer Hotspot und auch in Ram wird die ramponierte Ruine besucher_innengerecht aufgewertet. Jetzt wartet die große Überfahrt über den «Schdrom», samt Vierrad. In der Seenlandschaft kurz vor Bela Crkva wird heute wieder das Zelt aufgebaut, von der Liege zwei Mal umfallen bis ins Wasser.