Wein zur Folklore, gemma Rakamaz und Dada in Tisza
6. Tag: Samstag, 6. Juni 2026
Strecke: Cigánd – Tiszakanyár – Rakamaz – Tokaj – Tiszaeszlár – Tiszadada
Streckenlänge: 110 km (gesamt 394 km)
Zu früher Stunde kreuzt eine Rehfamilie die einsame Spur, ansonsten keine großen Abenteuer, alles so wie gestern und vorgestern: Einsame Straßen, ruhige Dörfer, Felder, Wiesen mit Rindvieh, zwischendurch der Fluss. Am Vormittag belebt sich die Szenerie, in manchen Ortschaften wird ein Markt abgehalten. Bei dieser Gelegenheit: Grüße an die Rochus-Markt-Bande!
Um die Mittagszeit sorgt Tokaj für eine ungewohnte Abwechslung. In der an einem Hügel gelegenen Weinstadt zeigen sich die ersten Touristen seit Reiseantritt. Für die teils internationalen Besucher:innen wird kräftig am Folklore-Rad gedreht. Ein bisserl Tanz, ein bisserl Musik, dazu wird der Rebensaft angepriesen. Apropos, um ein hartnäckiges Vorurteil auszuräumen, es gibt den Wein der Region auch trocken ausgebaut. Zwei Dezi(liter), obwohl ausgezeichnet, reichen um wieder auf die gewohnte Schiene abzubiegen.
Den besten Namen trägt die Kleinstadt Rakamaz, was für ein Schlachtruf! Die meisten, fast alle anderen Ortschaften beginnen bodenständig mit Tisza am Anfang. In Tiszadada, schon wieder so ein großartiger Name, ist heute Schluss. Und, die längst überfällige Körperpflege dankt, auf einem Traum von Campingplatz. Der Gipfel des Glücks ist ein Fischpaprikasch mit Weinbegleitung in einer Csárda am Tisza-Strand!