Am Ziel, ein Schönheitsfehler und ein höllischer Rückreisebeginn


11. Tag: Donnerstag, 11. Juni 2026

Strecke: Kamp izletište Tisa – Zrenjanin – Perlez – Theiß/Donau – Zemun/Camp Dunav

Streckenlänge: 123 km (gesamt 966 km)

Dir frühen Abfahrtszeiten werden zur Gewohnheit. Der Himmel ist dicht verhangen, die gelbe Sau hat einen Ruhetag. Zum Fahren ausgezeichnet. Eine oberflächliche Durchfahrt durch Zrenjanin und schon beginnt der Zieleinlauf. Wieder einmal nervt ein verhaltensauffälliger Köter und im letzten Drittel beginnt es leicht zu regnen. Das Blatt wendet sich, die letzten Kilometer sind eine unangenehm zu befahrende Piste und die Abzweigung zum Ziel will nicht kommen. Es gibt keine. Die ersehnte Endstation, die Vermischung von Theiß und Donau, ist undurchdringlich zugewachsen und nur auf dem Wasserweg zu erreichen. Rund 500 Meter theißaufwärts findet sich eine durchdringliche Stelle. Geschafft, ein Zieleinlauf mit Schönheitsfehler, das gegenüberliegende Donauufer ist nur mit viel Phantasie auszunehmen. Ein Zielfoto (kommt erst morgen) wird trotzdem, aufwendigst, mit Selbstauslöser geknipst!

Ab sofort beginnt die Heimreise. Die selbe Rumpelpiste wieder retour, inzwischen hat der Regen Fahrt aufgenommen. Der Fahrer tritt heftiger, der Bobo-Porsche kommt aufgrund Regen und Gatsch ins Rutschen, es kommt was kommen muss …! Das Rad ist fahrbereit, der Fahrer zerschunden, aber auch, beide sind saudreckig! Ein Erfrischungsgetränk in der nächsten Ortschaft nimmt den Druck. Nächste Hürde, eine Mitfahrgelegenheit nach Zemun/Belgrad. Die Straße ist eine Hauptroute und nach Beendigung des Auftrags hat die Lust am Radeln schlagartig nachgelassen. Keine 15 Minuten später sind Rad und Fahrer verladen und am Weg Richtung Donaubrücke. Der Regen ist  gekommen um zu bleiben und so wird aus dem erhofften Feier- ein Oasch-Tag: Alles dreckig, ein nasses Zelt, kalt, kein g’scheites Wirtshaus, …